So bereiten Sie Druckdaten richtig vor

Vektorgrafiken (Kurven) – die Grundlage für den Siebdruck und den Flexodruck

Da wir überwiegend im Siebdruck- und Flexodruckverfahren drucken, ist die Bereitstellung korrekter Vektordaten für uns von entscheidender Bedeutung.

Was sind Kurven (Vektoren)?

Vektorgrafiken bestehen aus geometrischen Objekten (Linien und Formen), die durch mathematische Formeln definiert sind. Sie lassen sich unbegrenzt vergrößern oder verkleinern, wobei das Bild stets perfekt scharf bleibt. Sie eignen sich ideal für Logos, Texte, Schriftzüge und Symbole (Formate wie PDF, AI, EPS).

Häufiger Fehler: Durch das bloße Öffnen eines Rasterbildes (z. B. JPG) und dessen Speichern oder Exportieren in das PDF-Format entstehen daraus keine Vektorgrafiken. Das Bild bleibt weiterhin ein Rasterbild, es wird lediglich in die PDF-Datei „eingebettet“. Um Vektoren zu erhalten, muss die Grafik in einem Grafikprogramm manuell oder automatisch nachgezeichnet (vektorisiert) werden.

Rastergrafik

(Bitmap) Rastergrafiken können für den Digitaldruck auf Papiertüten sowie für den DTF- und DTG-Digitaldruck auf Baumwolltüten verwendet werden.

Sie weisen eine festgelegte Auflösung (Anzahl der Pixel) auf. Wenn Sie ein Rasterbild vergrößern, sehen Sie einzelne Quadrate (Pixel). Das Bild verliert dabei an Schärfe und wirkt „pixelig“. Diese Art von Grafik finden Sie beispielsweise bei Fotos sowie bei Bildern, die im Format .JPG, .PNG, .TIF usw. gespeichert sind.

Häufiger Fehler: Grafiken, die aus dem Internet oder aus sozialen Netzwerken heruntergeladen wurden, haben standardmäßig nur 72 DPI. Auf dem Display des Smartphones sehen sie großartig aus, beim Drucken wirken sie jedoch verschwommen und „pixelig“. Eine niedrige Auflösung lässt sich nicht künstlich erhöhen, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt – liefern Sie daher stets die Originaldaten in voller Druckqualität.

Spezifische Anforderungen je nach Technologie:

Siebdruck

Die Siebdrucktechnik erfordert eine spezielle Vorbereitung: Jede einzelne Farbe im Motiv muss über einen eigenen Belichtungsfilm und ein eigenes Drucksieb verfügen.

Damit wir Ihre Grafik in diese einzelnen Farbschichten aufteilen und bei der Belichtung perfekt scharfe Kanten gewährleisten können, benötigen wir von Ihnen ausschließlich Daten im Vektorformat (Vektorgrafiken, meist in den Formaten .PDF, .AI, .CDR oder .EPS). Herkömmliche Bilder (JPEG oder PNG) können für den Siebdruck nicht verwendet werden, da sie keine saubere Farbtrennung für die Herstellung von Belichtungsfilmen und Sieben ermöglichen.

Die Farben müssen gemäß der Pantone C-Farbpalette definiert werden.

Flexodruck

Beim Flexodruck ist die Herstellung einer Druckform unerlässlich. Die Druckform ist eine flexible Reliefform, die als Stempel dient und die Farbe direkt auf das Bedruckgut überträgt. Für ihre Herstellung müssen die Druckdaten ausschließlich als Vektorgrafiken (meist in den Formaten .PDF, .AI, .CDR oder .EPS) bereitgestellt werden. Standardbilder oder Fotos (wie JPEG oder PNG) können für diese Technologie leider nicht verwendet werden.

**Preis der Druckform

Die Herstellung der Druckform ist eine einmalige Investition (bei wiederholten Drucken ohne Änderungen wird die Druckform so lange wiederverwendet, bis sie abgenutzt ist). Der Preis der Druckform richtet sich nach ihrer endgültigen Größe – also der Fläche, die Ihre Grafik tatsächlich einnimmt.

Die Farben müssen gemäß der Pantone U-Farbpalette definiert werden.

Digitaldruck:

Wenn Ihr Motiv Fotos oder komplexe, schattierte Grafiken enthält, liegen Ihre Vorlagen im sogenannten Rasterformat (Bitmap) vor. Bei dieser Art von Daten ist die richtige Druckauflösung entscheidend für ein perfektes Ergebnis.

Die Auflösung sollte mindestens 300 DPI betragen. Die Bilder müssen diesen Wert in der tatsächlichen Druckgröße (Maßstab 1:1) aufweisen. Die gängigsten Formate sind JPG, PNG, PSD und PDF.

Alle Daten müssen in das Druckformat CMYK konvertiert werden.

Vorsicht bei Bildern aus dem Internet: Grafiken, die aus dem Web oder aus sozialen Netzwerken heruntergeladen wurden, haben standardmäßig nur 72 DPI. Auf dem Display eines Smartphones sehen sie großartig aus, beim Druck werden sie jedoch verschwommen und „pixelig“. Eine niedrige Auflösung lässt sich nicht künstlich erhöhen, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt – liefern Sie daher stets die Originaldaten in voller Druckqualität.